Bei Wertheims erster Kulturnacht am Freitag, den 21. März durfte das Grafschaftsmuseum natürlich nicht fehlen. Die Kulturinstitutionen Wertheims hatten sich ein buntes Programm rund um das Thema „Musik“ ausgedacht. In unserem Museum gab es hierzu ganz besondere Handwerkskunst zu erleben: drei Meisterbetriebe für Instrumentenbau gaben einen Einblick in ihre Arbeit. Helene Schmid aus Neubrunn stellte den Bau von Blasinstrumenten vor, Markus Lützel aus Würzburg brachte Geigen in verschiedenen Konstruktionsstufen mit und Johannes Stuhl aus Buchen zeigte, wie er E-, Akkustik- und Jazzgitarren für die Eigenmarke GrisGris fertigt. Die drei Betriebe waren im Haus verteilt, präsentierten ihre Instrumente und kamen mit den interessierten Besuchern ins Gespräch.
Im neu fertiggestellten Modersohn-Saal konnten sich die Besucher außerdem an Musik, Literatur und Kunst erfreuen. Den Anfang machte das Trio Caroline Zwanzer (Geige), Joachim Camerer (Cello) und Eberhard Feucht (Klavier). Sie präsentierten Stücke von Beethoven, Moszkowski und Schumann.
Im Anschluss folgte eine Lesung von Trudi Graf „Vergangene Welten: Geschichten von gestern, gelesen im Museum von heute“, musikalisch umrahmt von Rebecca Freudenberger an der Harfe.
Zuletzt gab es eine kurze Einführung in die Geschichte des Modersohn-Saals, seine Stuck-Decke und die präsentierte Sammlung mit Gemälden von Otto Modersohn und seiner dritten Ehefrau Louise Modersohn-Breling durch Museumsmitarbeiterin Sibylle Haas. Im Anschluss, konnten die Gemälde bei eingespielter Musik von Debussy (Zeitgenosse der Modersohns und musikalisch im Übergang von Impressionismus zu Expressionismus verankert) betrachtet werden. Die neu aufgestellten Info-Tafeln gaben den Besuchern ebenso Wissenswertes preis wie Museumsleiterin Stefanie Arz, die bis zum Ende der Kulturnacht um 23 Uhr im Saal anwesend war und gerne mit den Leuten über den Raum und die Gemälde ins Gespräch kam.