Der von Elena Sanchez angebotene Buchbinde-Workshop, in dem die Teilnehmer*innen lernten, wie man mithilfe der koptischen Bindung ein eigenes Notizbuch kreieren kann, kam sehr gut an.
Die koptische Bindung ist eine antike Buchbindetechnik, bei der Lagen von gefaltetem Papier und feste Buchdeckel durch eine offene Kettenstich-Fadenheftung zusammengebunden werden. Die 28-jährige Workshop-Leiterin ging zu Anfangs jedoch auch noch auf andere Binde-Arten ein, um den Besuchern einen Überblick über die verschiedenen Bindungen zu geben und hatte hierfür auch selbstgemachte Beispielbücher mitgebracht.
Der Vorteil der koptischen Bindung ist, dass sie auch für Laien erlernbar und somit bestens geeignet für einen Workshop ist. Außerdem ist es bei dieser Art der Bindung möglich, das Buch auf 180° zu öffnen und somit flach hinlegen zu können – was gerade bei einem Notizbuch äußerst praktisch ist. Die nötigen Materialien hatte Elena Sanchez mitgebracht: Werkzeuge, Pappe, festes Papier und hochwertiges Schmuckpapier in Designs, die Bewunderung auslösten.
Elena Sanchez ist im Grafschaftsmuseum keine Unbekannte: im letzten Jahr absolvierte sie hier ein Praktikum und war vor allem in die Vorbereitung der Brückenausstellung involviert. Sie macht aktuell ihren Bachelor in „Kunstpädagogik im außerschulischen Bereich“ an der Universität Leipzig.
Die Teilnehmer führte sie erfolgreich durch den immerhin fünfstündigen Workshop und am Ende konnten alle ein selbstgemachtes Notizbuch ihr Eigen nennen.
Interessierte an einem weiteren Buchbinde-Workshop mit Elena dürfen sich per E-Mail an Ursula Wehner wenden (grafschaftsmuseum-wehner@t-online.de).